Sonntag, 21. Juli 2019

Grosse Kunst in Dresden

Woran denkt man beim Stichwort Dresden zuerst? An die Semperoper, klar. Die kennt jeder. Aber da gibt es mehr. Viel mehr. Hier ein Überblick:

https://www.artfritz.ch/museen_dresden_ueberblick.html



Wer sind eigentlich diese zwei Engel, die es millionenfach auf Schokoladedosen und Postkarten zu sehen gibt? Von wem stammen sie, und wie kamen die nach Dresden...? 

RAFFAEL (1483-1520) malte das Bild 1513 für die Klosterkirche San Sisto in Piacenza – auf Bestellung von Papst Julius II. Mehr als 200 Jahre lang gehörte es den Benediktinern und Kirchgängern des heiligen Sixtus. Bis Sachsens Kürfürst Friedrich August II – ein leidenschaftlicher Kunstsammler – einen Hinweis bekam, dass die Mönche von San Sisto dringend Geld zur Restaurierung ihrer Kirche brauchten. Sie wären deshalb bereit, ihre Raffael-Madonna zu verkaufen. Zwei Jahre lang feilschte der sächsische Kunstfan mit den Mönchen. 1754 bekam er das Bild, für die gewaltige Summe von 25'000 Scudi. Seit 1774 kann man es als Top-Highlight in Dresden bewundern – und das Kloster San Sisto muss sich mit einer Kopie begnügen.


Raffael (1483-1520). Sixtinische Madonna, 1513-14. 
Gemäldegalerie Dresden.

Wer sich mehr für MODERNE KUNST interessiert, 
auf den/die wartet in Dresden das ALBERTINUM. 

https://www.artfritz.ch/MUSEEN/dresden_albertinum.html

Da gibt es eine grossartige Skulpturensammlung und die Gemäldegalerie Neue Meister. Und auch hier ein Werk, das man eher nicht in Dresden erwarten würde:

«La petite danseuse de quatorze ans» von EDGAR DEGAS (1834-1917). Seine berühmteste Skulptur. Das Original ist eine bemalte Wachsfigur mit echten Haaren und einem Ballettkleid aus Tüll. Das Pariser Publikum bekam sie nur einmal zu sehen: 1881 auf der Ausstellung der Impressionisten. Bei den Kritikern gab es Verrisse, die Presse schimpfte «Skandal» und der Künstler zeigte sie bis zu seinem Tod nicht mehr. Erst in seinem Nachlass kam sie wieder zum Vorschein. Von 1921 bis 1931 wurden dann davon 29 Bronzeabgüsse erstellt. Einer davon strahlt in Dresden.


Edgar Degas (1834-1917). Vierzehnjährige Tänzerin, 1875-80. 
Bronze, Tüll. Albertinum Dresden.

Keine Kommentare:

Kommentar posten