Samstag, 28. März 2020

Der unbekannte Salvador Dalì

Wer kennt ihn nicht, den berühmtesten aller Surrealisten. 
Viele seiner fantasiebeladenen Werke sind legendär.


Salvador Dalì (1904-1989). Girafe en feu, 1936-37. Kunstmuseum Basel. 


Salvador Dalì (1904-1989). Traum, verursacht durch den Flug einer Biene 
um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen, 1944. Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid.

Mehr Werke:
https://www.artfritz.ch/kuenstler/dali.html 

Und dann gibt es noch den unbekannten Dalì. 

In religiösen Dingen war er nämlich zeitlebens hin- und her gerissen. Sein Vater war Atheist, seine Mutter streng katholisch. Und so wechselte er mehrmals die Fronten. Mal wollte er aus der Kirche austreten, mal bekam er eine Privataudienz beim Papst (1949).  Schiesslich bekannte er sich zum Katholizismus und legte sein Glaubensbekenntnis in der Kirche ab. Mit seinem BIBEL-ZYKLUS des Alten und Neuen Testamentes von 1964-69 lieferte er ein bemerkenswertes Werk religiöser Kunst ab. Zu sehen im Museum «Espace Dalì» in Paris-Montmartre.


Aus Dalìs Bibel-Zyklus: Genesis 2,22 «Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er 
vom Menschen genommen hatte, eine Frau». 1964-69. Musée Espace Dalì, Paris-Montmartre.


Nach Paris zu reisen ist im Moment schwierig. 
Man kann den Bibel-Zyklus aber auch hier sehen:
https://www.artfritz.ch/kuenstler/dali_bibelzyklus.html

Sonntag, 15. März 2020

Künstler-Dynastie II: Die Brueghels

Nachdem nun mit den drei Schweizer Giacometti alles klar ist (Blog vom 29. Februar), befassen wir uns heute mit den niederländischen Brueghels. Davon gibt es sogar vier, und alles ist noch ein bisschen komplizierter: Pieter der Ältere, Pieter der Jüngere, Jan der Ältere und Jan der Jüngere.

Man kann es sich einfach machen und sich nur den den BERÜHMTESTEN merken. Das ist PIETER BRUEGHEL d.Ä. Der wurde 1525 im niederländischen Brabant geboren und lebte bis 1569.

Mehr über Pieter d.Ä.: 
https://www.artfritz.ch/kuenstler/brueghel.html


Pieter der Jüngere ist sein Sohn. Jan Brughel d.Ä. ist auch ein Sohn von ihm. Und Jan der Jüngere ist der Sohn von Jan dem Älteren. Alles ganz einfach. Auf dieser Grafik wird es verständlich: 

https://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/brueghel-familie.pdf

Zurück zu Pieter Brueghel dem Älteren. Den nennt man auch den «Bauern-Brueghel». Dies deshalb, weil er mit Vorliebe Gemälde von Bauernfesten, Bauernhochzeiten und dergleichen malte. Essen, Trinken, Tanzen – das ganze fröhliche Bauernleben. 


Pieter Brueghel d.Ä. (1525-1569). Bauernhochzeit, 1568. Kunsthistorisches Museum Wien.


Eines seiner bekanntesten Werke heisst «Die niederländischen Sprichwörter». In diesem Gemälde von 1559 verarbeitet er über hundert Redewendungen, die teilweise heute noch gebräuchlich sind. Man kann sich wunderbar darin verlieren. Wer es genau wissen will, für den gibt es auf Wikipedia eine sensationelle Zusammenstellung. Hier der Link dazu – und viel Spass!

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_niederländischen_Sprichwörter


Pieter Brueghel d.Ä. (1525-1569). Die niederländischen Sprichwörter, 1559. Gemäldegalerie Berlin.



Pieter Brueghel d.Ä. (1525-1569). Turmbau zu Babel, 1563. Kunsthistorisches Museum Wien.

Samstag, 29. Februar 2020

GIACOMETTI – wer kennt sie alle?

Zur Zeit läuft im Kunsthaus Zürich eine Ausstellung unter dem Titel 
«Ottilia Giacometti – ein Porträt». Ottilia? 

Von Giacometti kennt man den für seine schlanken abstrakten Figuren berühmten ALBERTO, dann gibt es noch AUGUSTO und GIOVANNI – aber wer ist Ottilia? 


Giovanni Giacometti (1868-1933). La madre, 1905. 
Im Arm Ottilia, im Vordergrund Alberto und Diego.
Bündner Kunstmuseum Chur. 


Eine gute Gelegenheit, der Künstlerdynastie aus dem bünderischen Stampa 
auf den Leib zu rücken. Hier eine Übersicht:

https://www.artfritz.ch/kuenstler/giacometti_kuenstlerfamilie.html


Giovanni Giacometti (1868-1933). Diego und Ottilia, 1909. 
Privatbesitz. 

Und hier gehts zur Ausstellung der Ottilia Giacometti:

https://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/ZH_KH_Ottilia_2020.html

Die Ausstellung im Kunsthaus Zürich läuft noch bis 3. Mai 2020 und zeigt 
eindrückliche Werke von Giovanni und Alberto Giacometti.


Alberto Giacometti (1901-1966). 
Ottilia cousant à Maloja, 1925. Privatbesitz. 

Sonntag, 23. Februar 2020

Amsterdam II: Rembrandt, der Superstar?

Das Rijksmuseum feiert ihn gerade mal wieder. Im Mittelpunkt steht sein Meisterwerk «Die Nachtwache», das zum besten Gemälde der Niederlande erklärt wurde. Aber aufgepasst: Rembrandt war nicht immer der Superstar. Zu seinen Lebzeiten (1606-1669) standen ihm Künstler wie van der Helst und vor allem Peter Paul Rubens vor der Sonne.


Rembrandt (1606-1669). Die Nachtwache, 1642. Rijkmuseum Amsterdam.


Doch im 19. Jahrhundert änderte sich die Lage. Weil sich 1830 Belgien  von den Niederlanden löste. Plötzlich war Rubens ein Ausländer, denn der stammte ja aus Antwerpen! Ein neues (niederländisch/holländisches) Aushängeschild musste her. In Rembrandt Harmenszoon van Rijn – ein Amsterdamer – wurde man fündig. Und seither gilt er als Superstar der alten Meister Niederlands.

Mehr: https://www.artfritz.ch/kuenstler/rembrandt.html

https://www.artfritz.ch/MUSEEN/amsterdam_rijksmuseum.html


Rembrandt (1606-1669). Self-Portrait at the 
Age of 34, 1640. Detail. National Gallery London.



Rembrandt (1606-1669). Man in Oriental Dress, 1635. 
Rijksmuseum Amsterdam.


Rembrandt (1606-1669). Man in Oriental Dress, 1635. 
Detail. Rijksmuseum Amsterdam.

Samstag, 8. Februar 2020

Wer kennt Banksy?

Alle kennen ihn – und niemand weiss, wer er ist. Der britische StreetArt-Künstler tut alles, um seine Identität geheim zu halten. Alles, was man weiss: Er soll 1974 in Bristol geboren sein. Bekannt wurde er durch seine Graffiti, die er an den Hauswänden von London und Bristol anbringt.

 
Banksy (1974?). Beanfield, 2009. 
Private Collection. Moco Museum Amsterdam.


Viele seiner Werke sind politische Botschaften. Da vergleicht er schon mal Politker mit Affen und zeigt der Polizei den Stinkefinger, aber sein berühmtestes Werk, das «Mädchen mit dem Ballon» trägt eine geniale Botschaft: Ja, der Ballon ist weg und unerreichbar... aber THERE IS ALWAYS HOPE

Dass Banksy nicht nur Street-Kunst macht, ist kaum bekannt. Aber im Amsterdamer MOCO-Museum kann man seine Indoor-Kunst erleben.

Mehr über Banksy: https://www.artfritz.ch/MUSEEN/amsterdam_moco_museum.html



Banksy (1974?). 
Girl with Balloon – There is always Hope. 
Moco Museum Amsterdam.



Banksy (1974?). Love is in the air 
(Flower Thrower), 2005. Private Collector. Moco Museum Amsterdam.



Banksy (1974?). Smiley Copper, 2002-2003. 
Private Collection. Moco Museum Amsterdam.

Samstag, 11. Januar 2020

Einfach nur schön!

Kunst soll das Auge erfreuen. 
Die Gemälde von Sorolla sind Meisterwerke von Licht und Farbe. Und wer ist dieser Joaquin Sorolla Bastida? Hierzulande kennt ihn kaum jemand, in Spanien ist er ein Superstar. Er lebte von 1863-1927 und malte seine schönsten Szenen am Strand von Valencia. Zu sehen sind seine Werke in einem eigens für ihn eingerichteten Museum in Madrid.

Mehr: https://www.artfritz.ch/kuenstler/sorolla.html


Joaquin Sorolla Bastida (1863-1923). Paseo a orillas del mar, 1909.


Joaquin Sorolla Bastida (1863-1923). Cosiendo la vela, 1896.


Joaquin Sorolla Bastida (1863-1923). Verano, 1904.


Joaquin Sorolla Bastida (1863-1923). El bano de caballo, 1909.

Samstag, 21. Dezember 2019

Wie kamen Ochs und Esel zur Krippe?

Weihnachtsfeiern ohne Krippe – undenkbar. Aber wie kamen Ochs und Esel in die Krippe? In der klassischen Weihnachtsgeschichte des Neuen Testaments (Lukas-Evangelium) kommen weder Ochs noch Esel vor. Da gibt es nur Schafhirten und eine Futterkrippe, in die Maria ihr Kind legt.

Mehr: 
https://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/krippe_ochs_esel.pdf


Sandro Botticelli (1445-1510). Christi Geburt. Innenfassade Santa Maria Novella, Florenz.



Giotto (1266-1337). Franziskus predigt zu den Vögeln. Kirche San Francesco, Assisi.


Es war der Heilige Franziksus von Assisi, der vor rund 800 Jahren mit diesem Brauch begann. Er, der ja eine besondere Beziehung zu Tieren hatte, veranstaltete im Jahr 1223 eine Weihnachtsfeier mit einer Krippe. In einem kleinen Dorf namens Greccio bei Rieti im Latium, etwa 100 km nördlich von Rom. 

Er wollte den Menschen die Botschaft von Weihnachten näherbringen und lud die Leute ein, die Szene von Bethlehem selbst nachzuspielen – mit Dorfbewohnern und einem neugebo- renen Kind. Um die Armut des Stalles darzustellen, in dem Jesus geboren wurde, stattete er diesen mit Ochs und Esel aus. Und als die Leute zu singen begannen, sollen auch Ochs und Esel mit ihren tierischen Lauten eingestimmt haben. «Seht, auch die Tiere freuen sich über die Geburt des Erlösers!», soll der Heilige Franzikus ausgerufen haben.

Die Tradition des Krippenbaus verbreitete sich dann nach ganz Europa und entwickelte sich nach und nach zur Volkskunst. Aber dann, um 1800 herum – im Zuge der Säkularisierung – wurden die Krippen vielerorts verboten. Das betraf insbesondere Bayerns Kirchen, was aber die Bevölkerung nicht davon abhielt, jetzt erst recht eigene Krippen zu basteln – man schnitzte nun die Figuren selbst. Heute sind die Krippen eher wieder im Kommen – und was wäre eine Krippe ohne Ochs und Esel.


Gentile da Fabriano (1370-1427). Adorazione dei Magi. Detail. Galleria degli Uffizi, Firenze.

Sonntag, 1. Dezember 2019

Malaga – im Banne Picassos.

Picasso ist zwar 1881 in Malaga geboren, hat dann aber mit 19 Jahren seiner Geburtsstadt und Andalusien den Rücken gekehrt und seinen Weg zum Weltstar in Barcelona und Paris gemacht. Nach Malaga kehrte er nie mehr zurück.



Trotzdem hat ihm Malaga ein Museum gewidmet. Allerdings ziemlich spät  – erst dreissig Jahre nach seinem Tod 1973, also 2003. Nur: Wie war das überhaupt möglich, 2003 eine so wertvolle Sammlung mit 200 Werken zusammenzutragen? Zu der Zeit hätte doch eine solche Kollektion auf dem Kunstmarkt bereits Milliarden gekostet. Des Rätsels Lösung: die Picasso-Erben haben dem Museum die Kostbarkeiten für fünfzig Jahre als Leihgabe überlassen.

Mehr: https://www.artfritz.ch/MUSEEN/malaga_picasso.html


Pablo Picasso (1881-1973). Frau mit erhobenen Armen, 1936. Museo Picasso Malaga.


Das Frühwerk mit 13 Jahren: Porträt der Schwester Lola, 1894. Museo Picasso Malaga.


Pablo Picasso (1881-1973). Le rêve (Marie-Thérèse), 1932. Museo Picasso Malaga.

Malaga profitiert davon – die Touristen strömen in Massen in die Altstadt, um Werke des Meisters im Original zu sehen. Übrigens: Malaga hat noch mehr Kunst zu bieten. Ein Museo de Bellas Artes, ein Ableger des Centre Pompidou, ein Ableger der Eremitage St. Petersburg... 

hier ein Überblick: 

https://www.artfritz.ch/museen_malaga_ueberblick.html

Sonntag, 10. November 2019

Exklusives in Basel

Das Kunstmuseum Basel lädt die Freunde der KLASSISCHEN MODERNE zu einer Sonderpräsentation: Für ein halbes Jahr wird nämlich die permanente Museumssammlung mit Highlights aus einer Privatsammlung aufgemotzt.


 
René Magritte (1898-1967). La grande guerre, 1964. 
Ausschnitt. Sammlung Esther Grether. 

So sind jetzt Werke zu sehen, die man zwar von Fotos her kennt, die man aber noch nie im Original sehen konnte. Wie zum Beispiel der berühmte Magritte mit dem Apfel im Gesicht. Oder die magischen Schwäne von Salvador Dalì, die zu Elefanten werden. Oder Werke von Man Ray, Francis Bacon...

Mehr: 
https://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/basel_KM_sammlung_grether19.html


Salvador Dalì (1904-1989). Cygnes se reflétant en 
éléphants, 1937. Sammlung Esther Grether. 



Man Ray (1890-1976). Le violon d'Ingres, 1924. 
Sammlung Esther Grether. 


Franz Marc (1880-1916). Tierschicksale, 1913.
Rechte Bildhälfte von Paul Klee. 
Kunstmuseum Basel.

Freitag, 18. Oktober 2019

MAZDA UND DIE KUNST

Nein, nicht die Automarke. 
Es geht um eine Ausstellung im Kunstmuseum Bern, die noch bis 2.2.2020 läuft: 
«Johannes Itten – Kunst als Leben». In seinem Leben kommt Mazda vor... 
Mehr:

https://www.artfritz.ch/kuenstler/itten.html


Johannes Itten (1888-1967). Kinderbild, 1921-22. 
Kunsthaus Zürich. Ausstellung Bern 2019.


JOHANNES ITTEN heisst der Schweizer Künstler, der in den 1920er-Jahren 
als Meister im Bauhaus in Weimar tätig war. Dort war er umstritten, weil er nicht nur Malen lehrte, sondern seine Schüler auch mit esoterischen Lehren konfrontierte. Mit der Lehre von MAZDA. So heisst nämlich der Gott, den die Mazdaznaner verehren. Aber wer kennt den schon. Spannende Sache. Also reichte es nicht, nur über den Künstler Johannes Itten zu recherchieren. Sondern auch über Mazda. Und wer war ZARATHUSTRA, der hier auch mitspielt? 

Interessiert? Hier Lesestoff in Kurzform:

https://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/mazdaznan.pdf

https://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/zarathustra.pdf


Johannes Itten (1888-1967). 
Akt mit Blau, 1918. Kunstmuseum Bern.


Johannes Itten (1888-1967). Begegnung, 1916. 
Kunsthaus Zürich. Ausstellung Bern 2019.



Donnerstag, 3. Oktober 2019

Auktion bei Christie's – wie läuft das ab?

Das wollte ich schon immer mal wissen. Und nun war die Gelegenheit günstig: Ohne beschwerliche Reise nach New York oder nach London, denn kürzlich fand eine Christie's Auktion in Zürich statt, im Vortragssaal des Kunsthauses Zürich. «Swiss Art» war da zu ersteigern. Von Anker über Giacometti bis Vallotton – insgesamt 141 Lots (Werke) standen im Angebot.



Logisch, dass ich nicht nur zuschauen, sondern auch mitbieten wollte. Dazu musste ich mich registrieren, mit Pass und allem Drum und Dran, und erhielt dann mein «Paddle» mit der Bieternummer 27. Ein kleines Anker-Aquarell schien mir erschwinglich... 

Weiterlesen: https://www.artfritz.ch/christies_auktion.html



Das teuerste Stück ging für 880'000 Franken an einen neuen Besitzer, ein Werk von Alberto Giacometti (1901-1966): Lampe coupe aux deux figures, 1950.  Und ein Gemälde von Cuno Amiet für 420'000 Franken. 



Der Akt von Félix Vallotton (1865-1925), «Femme couchée sur un canapé rouge, 1923, war vergleichsweise günstig: 85'000 Franken.  

Ach ja: Die Auktionatorin war eine echte Gräfin: Christiane Gräfin Rantzau. Sie brachte an jenem Abend Kunst für knapp sieben Millionen Franken unter die Leute.

Donnerstag, 19. September 2019

William Kentridges Nonsense-Maschinen.

In der Gegenwartskunst tauchen immer die gleichen zwei Fragen auf: 
«Was soll das?» und «Ist das noch Kunst?». Wer sich solche Fragen auch stellt, 
erhält an der Ausstellung WILLIAM KENTRIDGE – A POEM IS NOT OUR OWN  
hoch interessante Antworten (läuft noch bis 13. Oktober im Kunstmuseum Basel).
















Mehr: https://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/kentridge_ausstellung_KM_Basel2019.html


William Kentridge ist Südafrikaner. Als er 1955 in Johannesburg zur Welt kommt, ist gerade die Zwangsumsiedlung der unerwünschten Schwarzen von Sophiatown in die neuen Townships im Gange. Grauenhafte Bilder von Gewalt und Elend. In dieser Atmosphäre wächst Kentridge auf. Seine Eltern kämpfen zwar als Rechtsanwälte für die Rechte der Schwarzen – aber das Ergebnis ist bekannt: Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten ohne Ende. Bis heute verarbeitet der Künstler in seinem Werk die bedrückenden Themen Kolonialismus, Vertreibung und Migration.

Seine Hauptwerke sind Animationsfilme wie das Meisterwerk 
«More Sweetly Play the Dance».



Link zu Youtube:  https://www.youtube.com/watch?v=pA7uob5PIPw 

Kentridges künstlerische Vielfalt scheint keine Grenzen zu kennen. Von Zeichnungen über Skulpturen bis zu Blödeleien und Theaterstücken, alles dabei. Und dann seine Nonsense-Maschinen, von denen er einige gerne selbst als «sinnfrei» bezeichnet. 



Bemerkenswert ist vor allem Kentridges 
PHILOSOPHIE ÜBER DIE GEGENWARTSKUNST: 
«Hier gibt es Dinge, die man nicht versteht. Von diesen sollte man lernen, 
statt die Welt über Dinge zu belehren, die man verstanden hat».

Kein schlechter Zugang für alle, die versuchen, die Gegenwartskunst zu begreifen. Zu dieser Gruppe gehöre ich auch.

Freitag, 30. August 2019

Das Paradies ist (noch) nicht verloren.

Zwar heisst die zur Zeit laufende Ausstellung im KURORT WEIERTAL «Paradise, lost», aber der Hof Weiertal mit seinen satten Wiesen, den Obstbäumen, Bächen und Weihern ist ein kleines Paradies. Ein Ausflug zur dort stattfindenden BIENNALE 2019 lohnt sich schon deshalb. Mehr gibt es hier: 

https://www.artfritz.ch/MUSEEN/weiertal_kulturort.html


Hof Weiertal, Kulturort.

Fünfundzwanzig Künstlerinnen und Künstler aus dem Umkreis von Winterthur zeigen 
bis 8. September 2019 ihre Ideen zum Thema des «verlorenen Paradieses». 


Christoph T. Hunziker, Sleeping Sculpture. Beton, 2019.

Einige sind auf den ersten Blick verständlich, bei anderen ist Denksport angesagt 
(wie das bei der Gegenwartskunst meist der Fall ist). Was geht einem bei den Kunstwerken durch den Kopf? Und was will der Künstler aussagen? Aufschluss gibt 
ein ausführlicher Ausstellungsführer, in dem auch die Künstlerinnen und Künstler vorgestellt werden (15 Franken).


Beni Bischof, The End Is Near, Acryl auf Holz, 2019.

Die Ausstellung läuft noch bis Sonntag, 8. September 2019,
es bleiben also noch zwei volle Wochenenden. Empfehlenswert!


Olaf Breuning, Floating maniacs. PVR, Neopren, 2019.