Sonntag, 18. Oktober 2020

Pipilotti beleuchtet das Kunsthaus Zürich.

Ihr jüngstes Werk ist im September 2020 zwischen dem alten und dem neuen Kunsthaus aus dem Boden gewachsen. Eine exotische, gelb-violette Pflanze mit krummem Stamm. 

Ein «Leucht»-Turm im wahrsten Sinne des Wortes. In seinem Haupt – E.T. lässt grüssen – stecken mehrere HighTech-Lichtprojektoren, die dem Heimplatz und den beiden Kunsthäusern ein neues (Nacht)Leben einhauchen werden. «Tastende Lichter» nennt Pipilotti ihr Werk. 

MEHR: https://www.artfritz.ch/kuenstler/pipilotti_rist.html



Die Einweihung der Beleuchtungsinstallationen soll Ende 2020 stattfinden. Die Eröffnung des neuen Kunsthauses ist auf Herbst 2021 geplant.

Samstag, 10. Oktober 2020

Warum wird es eigentlich Winter?

Weil die Erdachse schief steht? Vergesst es. Der Grund liegt tiefer. Viel tiefer – in der Unterwelt! Der Herrscher der Unterwelt, PLUTO, raubte einst die schöne PROSERPINA und verschleppte sie in sein Reich. Dort machte er sie zu seiner Gattin. Proserpinas Mutter suchte sie überall, doch Pluto verheimlichte ihr, dass er sie gefangen hielt. Blöd nur, dass die Mutter immerhin CERES, die Göttin des Kornes, war. Und sich weigerte, weiter Korn wachsen zu lassen. Die Leute begannen zu hungern und Pluto musste schliesslich zugeben, dass er Proserpina bei sich in der Unterwelt hielt. 

Schliesslich beugte er sich dem Urteil von Jupiter: Proserpina durfte jedes Jahr für sechs Monate zurück in die Welt der Lebenden, zu ihrer Mutter. Danach wieder für ein halbes Jahr runter zu Pluto. Und jedes Mal, wenn Proserpina in die Unterwelt zurück muss, hält Mama Ceres alles an, nichts gedeiht mehr... und der Winter kommt.

Die Geschichte stammt aus der griechisch-römischen Mythologie. Autor ist der römische Dichter Ovid, der von 43 v. Chr. bis 17 n. Chr. lebte. Sein berühmtestes Werk heisst «Metamorphosen». 


«Pluto raubt Proserpina» heisst diese Marmorskulptur des grossen italienischen Bildhauers GIANLORENZO BERNINI (1598-1680) aus dem Jahr  1621-22. Zu sehen in der Galleria Borghese, Rom.

Mehr über Bernini:

https://www.artfritz.ch/kuenstler/bernini.html

Die Skulptur aus weissem Carrara- Marmor ist eine bildhauerische Sensation. Bernini gelingt es, den Marmor förmlich zu Fleisch werden zu lassen. Das Detailbild zeigt, wie sich die Hand des Pluto in den Schenkel der Proserpina gräbt. Als wäre dieser nicht aus Stein. Bildhauerkunst in Vollendung.


Samstag, 19. September 2020

Zwischen Carl Spitzweg und Tizian

Nein, RUEDI THEILER kopiert weder den Stil Spitzwegs noch jenen von Tizian – nur sein Name, alphabetisch bedingt, kommt zwischen diese beiden grossen Maler zu liegen. Der 1944 in Thun geborene Künstler hat sich einem ganz speziellen Thema gewidmet: Er zeichnet und malt Kühe. Geld verdient er damit nicht, es ist sein Hobby. Weil ihm das Rindvieh so am Herzen liegt. Für Ruedi Theiler sind Kühe mehr als Nutztiere. In seinen Zeichnungen und Malereien zeigt er ihre Seele. Besonders die magischen Kuh-Augen haben es ihm angetan. 

https://www.artfritz.ch/kuenstler/theiler.html








Ruedi Theilers Kuh-Abenteuer beginnt 2011. In den ersten Jahren kommen seine Arbeiten noch naturalistisch daher, mit der Zeit werden sie immer abstrakter. Seine Werke wirken auf den ersten Blick wie Scherenschnitte oder Holzdrucke – aber das sind sie nicht. Es sind alles Aquarelle. Er hat dafür eine eigene Technik entwickelt.


Mehr: https://www.artfritz.ch/kuenstler/theiler.html

Samstag, 29. August 2020

Harald Naegeli – endlich als Künstler anerkannt?

Alle Welt kennt ihn als «Sprayer von Zürich». In den 1970er-Jahren galten Naegelis Sprayereien noch rundweg als Schmierereien, als Sachbeschädigung. Der Sprayer wurde strafrechtlich verfolgt, musste sogar für ein halbes Jahr ins Gefängnis. Viele seiner 400-600 Werke, die er allein in Zürich geschaffen hat, wurden weggeputzt.

Mehr: https://www.artfritz.ch/kuenstler/naegeli.html


Harald Naegeli (1939). Sensenmann, 2020. Serie Totentanz. Denkmal Hans Waldmann Zürich.


2020 hat der Wind gedreht. Sogar der Stadtrat von Zürich sieht Naegeli nun als Künstler. Eine Arbeitsgruppe der Stadt Zürich befasst sich jetzt mit der Frage, ob künftig Naegeli-Werke an öffentlichen Gebäuden in den städtischen Kunstbestand übernommen werden sollen, und wenn ja, welche. Keine leichte Aufgabe, denn Sprayereien gelten grundsätzlich immer noch als Sachbeschädigung und werden strafrechtlich verfolgt. Man darf gespannt sein, was die Arbeitsgruppe für Lösungen findet.



Harald Naegeli (1939). Tiefgarage ETH Zürich, ca. 1978.


Der grösste Bestand an Naegeli-Werken findet sich in der Tiefgarage der ETH. Diese stehen heute sogar unter Denkmalschutz. Von April bis Juni 2020 hat Naegeli zudem in der Stadt neue Werke gesprayt: Den Totentanz. Einige haben wir gefunden, zum Beispiel an der Rämistrasse. Wer findet noch mehr, irgendwo in der Stadt? Wir werden sie gerne hier veröffentlichen. artfritz.ch.


Harald Naegeli (1939). Totentanz, Rämistrasse Zürich, 2020.

Sonntag, 9. August 2020

Die Susanna im Bade


Wo ist die badende Susanna? Und wo das Bad? 

Félix Vallotton (1865-1925). La chaste Suzanne (die keusche Susanna), 1922. 
Musée Cantonal des Beaux-Arts de Lausanne.


Das brandneue Musée des Beaux-Arts von Lausanne zeigt ein Gemälde des Waadtländers FELIX VALLOTTON, das alles auf den Kopf stellt. «Susanna im Bade» ist nämlich ein beliebtes Bibelthema, das kaum einer der grossen Künstler der Renaissance ausliess. Weil man unbehelligt eine nackte Frau malen durfte. 

Und jetzt kommt Félix Vallotton (1865-1925) ins Spiel, der für seine Frauenakte (!) berühmt ist. Und was macht er, ausgerechnet er? Er zeigt keine nackte, bedrohte und verängstigte Susanna wie alle andern von Rembrandt bis Rubens & Co, sondern eine selbstbewusste, souveräne Frau, die von den zwei Alten angemacht wird. Eine wunderbare Ironie. Was es mit «Susanna im Bade» auf sich hat, hier:

https://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/susanna-im-bade.pdf












Und hier gibts mehr über das sensationelle neue Museum in Lausanne, das einen Besuch wert ist:

https://www.artfritz.ch/MUSEEN/lausanne_musee_cantonal.html

Zur Zeit findet dort auch noch eine eindrückliche Sonderausstellung mit Wiener Künstlern aus der Jugendstilzeit um 1900 statt: «A Fleur de Peau. VIENNE 1900, de Klimt à Schiele et Kokoschka».







Gustav Klimt (1862-1918). Frauenkopf, 1917. 
Exposition Vienna 1900. 
Musée Cantonal des Beaux-Arts 
de Lausanne.

Sonntag, 19. Juli 2020

Wer weiss das von Kaiser Napoleon III?

Klar, er war Kaiser der Franzosen von 1852-1870. Aber wer weiss auch, dass er Schweizer Bürger war? Dass er seine Militärschule in Thun absolvierte und Artillerie-Hauptmann in der Schweizer Armee war? Und dass er akzentfrei thurgauer Dialekt sprach?



Des Rätsels Lösung: Napoleon III ist im Thurgau aufgewachsen. Genauer: Im Schloss Arenenberg bei Salenstein auf der Schweizer Seite des Bodensees. 








Dorthin kam er 1817 als Neunjähriger mit seiner Mutter, der Königin Hortense. Die kaufte sich eine Villa an allerschönster Lage über dem Bodensee und baute sie ganz napoleonisch aus. Heute ist es das Napoleonmuseum Thurgau. Und einen Ausflug wert. 

Mehr:







Kaiser Napoleon III. 
Nach Franz Xaver Winterhalter (1805-1873). 
Museo Napoleonico, Rom.













Königin Hortense, Mutter von Napoleon III. Gemälde von François Gérard (1770-1837). Napoleonmuseum Thurgau.



Samstag, 4. Juli 2020

Aarau: Hotspot für Schweizer Kunst

Das Aaargauer Kunsthaus war schon immer eine Fundgrube
für Schweizer Künstler. Aber jetzt läuft es zur Hochform auf.

 
Hermann Scherer (1893-1927). Der Kranke 
(Hermann Scherer vor dem Krankenbett), 1926. Sammlung Werner Coninx.


Mit der Präsentation der Sammlung von Werner Coninx 
geraten Künstler ins Rampenlicht, die grossartige Werke 
geschaffen haben, deren Namen aber nicht jedermann geläufig 
sind. 




















Eduard Gubler (1891-1971). La toilette, 1925. Sammlung Werner Coninx.



Wer war der Kunstsammler Werner Coninx? Und welchen 
Künstlern galt seine Leidenschaft? Jetzt zu sehen 
in der Ausstellung, die bis 9. August läuft. 

Mehr hier:

 















Albert Müller (1897-1926). Grüner Akt liegend, 1925. Sammlung Werner Coninx.

Samstag, 13. Juni 2020

Französische Kunst vor der Haustüre

Es muss nicht immer der Louvre sein. 
Die berühmten Franzosen wie Manet, Cézanne, Courbet, Toulouse-Lautrec oder Renoir kann man auch ganz bequem in der Nähe sehen. 


Edouard Manet (1832-1883). Im Café, 1878. 
Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthur.


In einem Juwel von Museum am Stadtrand von Winterthur. In einer herrschaftlichen Villa samt Park. Hier befindet sich die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz». Sie zeigt Meisterwerke vom 15. bis 20. Jahrhundert und ist immer einen Ausflug wert. 


Gustave Courbet (1819-1877). Die Woge, 1870. 
Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthur.


Mehr über diese attraktive Sammlung findest du hier:
https://www.artfritz.ch/museen_winterthur_roemerholz.html



Pierre-Auguste Renoir (1841-1919). Schlafendes Mädchen, 1897. 
Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthur.


Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901). Die Clownesse Cha-U-Kao, 1895. 
Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthur.

Freitag, 22. Mai 2020

Edward Hoppers Lockdown-Bilder

Die Bilder des amerikanischen Malers Edward Hopper (1882-1967), die derzeit in einer Ausstellung in Riehen-Basel gezeigt werden (Fondation Beyeler, verlängert bis 26. Juli 2020), passen geradezu unheimlich in die Coronazeit. 

Sie zeigen menschenleere Landschaften und Städte, die uns jetzt in der Zeit des Lockdowns gar nicht mehr so fremd vorkommen. 


Edward Hopper (1882-1967). Ausstellungsplakat 
Fondation Beyeler, Riehen-Basel, 2020.

Als Hopper sie malte, war allerdings kein heimtückischer Virus der Auslöser, sondern die eher pessimistische Stimmungslage des Künstlers selbst. Er beschreibt in den meisten seiner Werke die Einsamkeit des Menschen und stellt die Frage nach dem Sinn des Lebens, die er mit einer generellen Leere beantwortet. 



Edward Hopper (1882-1967). Wellfleet Road, 1931. 
Fraenkel Gallery San Francisco.


Kein Wunder, sind viele seiner Bilder von einer gewissen Traurigkeit. Und trotzdem faszinieren sie mit ihrer Intensität und ihrer Farbigkeit. Und vielleicht auch, weil sie so aktuell wirken und so perfekt in die Coronazeit passen.

Mehr: https://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/riehen_beyeler_hopper_2020.html



Edward Hopper (1882-1967). Portrait of Orleons, 1950. 
Fine Arts Museums of San Francisco.


Edward Hopper (1882-1967). High Noon, 1949. 
The Dayton Art Institute.

Samstag, 2. Mai 2020

Frida Kahlo und der wahre Schmerz

Wenn man gerade mit sich selbst beschäftigt ist und sich wegen ein bisschen Hausquarantäne bemitleidet, dann kann es nur gut tun, den Blick mal auf echte Schicksalsschläge zu richten. Und gleich fühlt man sich besser. Und privilegiert. 


Frida Kahlo (1907-1954). Fulang-Chang and I, 1937. 
Museum of Modern Art, New York. WikiArt Fair Use.


Eine wahrhafte Tortur war das Leben der mexikanischen Malerin FRIDA KAHLO (1907-1954). Als Sechsjährige erkrankte sie an Kinderlähmung, als Teenager bohrte sich bei einem Busunfall eine Stahlstange in ihr Becken. Dann begann ein lebenslanges Leiden. 

Sie gab aber nie auf und bekämpfte ihren Schmerz mit Malen, verarbeitete ihn in Bildern. In über fünfzig (!) Selbstporträts erzählt sie davon. Einge sind so eindringlich, dass man förmlich mitfühlen kann, was in ihrer Seele vorgegangen sein muss.

Mehr über Frida Kahlo: 
https://www.artfritz.ch/kuenstler/kahlo.html


Frida Kahlo (1907-1954). The Broken Column, 1944. 
Dolores Olmedo Collection, Mexico City. WikiArt Fair Use.


Und wenn wir schon bei Frida Kahlo sind, dann kommt da noch ein grosser und weltberühmter Künstler ins Spiel, ihr Ehemann DIEGO RIVERA. Frida und Diego, was für eine Geschichte!

Mehr über Diego Rivera: 
https://www.artfritz.ch/kuenstler/rivera.html



Frida Kahlo (1907-1954). My Nurse and I, 1937. 
Dolores Olmedo Collection, Mexico City. WikiArt Fair Use.

Dienstag, 14. April 2020

Träumen mit Chagall

Nach drei Wochen Hausquarantäne kommt man schon langsam ins Träumen. Von einem Ende des «Social Distancing». Von Treffen mit Freunden und Freundinnen. Vom Ausgehen. Vom Besuch von Museen und Ausstellungen (eine grossartige Ausstellung liefe gerade in der Schirn in Frankfurt, wenn sie denn liefe: Surrealistinnen um Frida Kahlo, Leonora Carrington, Meret Oppenheim...). Und vom Reisen. Wann wird das wieder möglich sein? Also greifen wir mal auf eine vergangene Reise zurück, AMSTERDAM. 


Marc Chagall (1887-1985). L'ecuyère (Zirkusreiter), 1931. 
Stedelijk Museum Amsterdam.

Im Januar 2020. Gefühlt liegt das schon eine Ewigkeit zurück. Im Stedelijk Museum lief eine sensationelle Ausstellung mit exklusiven Werken von MARC CHAGALL. Hier ein paar Müsterchen. 


Marc Chagall (1887-1985). Lovers, 1925. 
Stedelijk Museum Amsterdam.



Marc Chagall (1887-1985). La Madone au traîneau, 1947. 
Detail. Stedelijk Museum Amsterdam.


Mehr zu sehen gibts hier: 

https://www.artfritz.ch/MUSE/amsterdam_chagall_ausstellung_2020/index.html


Samstag, 28. März 2020

Der unbekannte Salvador Dalì

Wer kennt ihn nicht, den berühmtesten aller Surrealisten. 
Viele seiner fantasiebeladenen Werke sind legendär.


Salvador Dalì (1904-1989). Girafe en feu, 1936-37. Kunstmuseum Basel. 


Salvador Dalì (1904-1989). Traum, verursacht durch den Flug einer Biene 
um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen, 1944. Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid.

Mehr Werke:
https://www.artfritz.ch/kuenstler/dali.html 

Und dann gibt es noch den unbekannten Dalì. 

In religiösen Dingen war er nämlich zeitlebens hin- und her gerissen. Sein Vater war Atheist, seine Mutter streng katholisch. Und so wechselte er mehrmals die Fronten. Mal wollte er aus der Kirche austreten, mal bekam er eine Privataudienz beim Papst (1949).  Schiesslich bekannte er sich zum Katholizismus und legte sein Glaubensbekenntnis in der Kirche ab. Mit seinem BIBEL-ZYKLUS des Alten und Neuen Testamentes von 1964-69 lieferte er ein bemerkenswertes Werk religiöser Kunst ab. Zu sehen im Museum «Espace Dalì» in Paris-Montmartre.


Aus Dalìs Bibel-Zyklus: Genesis 2,22 «Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er 
vom Menschen genommen hatte, eine Frau». 1964-69. Musée Espace Dalì, Paris-Montmartre.


Nach Paris zu reisen ist im Moment schwierig. 
Man kann den Bibel-Zyklus aber auch hier sehen:
https://www.artfritz.ch/kuenstler/dali_bibelzyklus.html

Sonntag, 15. März 2020

Künstler-Dynastie II: Die Brueghels

Nachdem nun mit den drei Schweizer Giacometti alles klar ist (Blog vom 29. Februar), befassen wir uns heute mit den niederländischen Brueghels. Davon gibt es sogar vier, und alles ist noch ein bisschen komplizierter: Pieter der Ältere, Pieter der Jüngere, Jan der Ältere und Jan der Jüngere.

Man kann es sich einfach machen und sich nur den den BERÜHMTESTEN merken. Das ist PIETER BRUEGHEL d.Ä. Der wurde 1525 im niederländischen Brabant geboren und lebte bis 1569.

Mehr über Pieter d.Ä.: 
https://www.artfritz.ch/kuenstler/brueghel.html


Pieter der Jüngere ist sein Sohn. Jan Brughel d.Ä. ist auch ein Sohn von ihm. Und Jan der Jüngere ist der Sohn von Jan dem Älteren. Alles ganz einfach. Auf dieser Grafik wird es verständlich: 

https://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/brueghel-familie.pdf

Zurück zu Pieter Brueghel dem Älteren. Den nennt man auch den «Bauern-Brueghel». Dies deshalb, weil er mit Vorliebe Gemälde von Bauernfesten, Bauernhochzeiten und dergleichen malte. Essen, Trinken, Tanzen – das ganze fröhliche Bauernleben. 


Pieter Brueghel d.Ä. (1525-1569). Bauernhochzeit, 1568. Kunsthistorisches Museum Wien.


Eines seiner bekanntesten Werke heisst «Die niederländischen Sprichwörter». In diesem Gemälde von 1559 verarbeitet er über hundert Redewendungen, die teilweise heute noch gebräuchlich sind. Man kann sich wunderbar darin verlieren. Wer es genau wissen will, für den gibt es auf Wikipedia eine sensationelle Zusammenstellung. Hier der Link dazu – und viel Spass!

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_niederländischen_Sprichwörter


Pieter Brueghel d.Ä. (1525-1569). Die niederländischen Sprichwörter, 1559. Gemäldegalerie Berlin.



Pieter Brueghel d.Ä. (1525-1569). Turmbau zu Babel, 1563. Kunsthistorisches Museum Wien.