Sonntag, 10. November 2019

Exklusives in Basel

Das Kunstmuseum Basel lädt die Freunde der KLASSISCHEN MODERNE zu einer Sonderpräsentation: Für ein halbes Jahr wird nämlich die permanente Museumssammlung mit Highlights aus einer Privatsammlung aufgemotzt.


 
René Magritte (1898-1967). La grande guerre, 1964. 
Ausschnitt. Sammlung Esther Grether. 

So sind jetzt Werke zu sehen, die man zwar von Fotos her kennt, die man aber noch nie im Original sehen konnte. Wie zum Beispiel der berühmte Magritte mit dem Apfel im Gesicht. Oder die magischen Schwäne von Salvador Dalì, die zu Elefanten werden. Oder Werke von Man Ray, Francis Bacon...

Mehr: 
https://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/basel_KM_sammlung_grether19.html


Salvador Dalì (1904-1989). Cygnes se reflétant en 
éléphants, 1937. Sammlung Esther Grether. 



Man Ray (1890-1976). Le violon d'Ingres, 1924. 
Sammlung Esther Grether. 


Franz Marc (1880-1916). Tierschicksale, 1913.
Rechte Bildhälfte von Paul Klee. 
Kunstmuseum Basel.

Freitag, 18. Oktober 2019

MAZDA UND DIE KUNST

Nein, nicht die Automarke. 
Es geht um eine Ausstellung im Kunstmuseum Bern, die noch bis 2.2.2020 läuft: 
«Johannes Itten – Kunst als Leben». In seinem Leben kommt Mazda vor... 
Mehr:

https://www.artfritz.ch/kuenstler/itten.html


Johannes Itten (1888-1967). Kinderbild, 1921-22. 
Kunsthaus Zürich. Ausstellung Bern 2019.


JOHANNES ITTEN heisst der Schweizer Künstler, der in den 1920er-Jahren 
als Meister im Bauhaus in Weimar tätig war. Dort war er umstritten, weil er nicht nur Malen lehrte, sondern seine Schüler auch mit esoterischen Lehren konfrontierte. Mit der Lehre von MAZDA. So heisst nämlich der Gott, den die Mazdaznaner verehren. Aber wer kennt den schon. Spannende Sache. Also reichte es nicht, nur über den Künstler Johannes Itten zu recherchieren. Sondern auch über Mazda. Und wer war ZARATHUSTRA, der hier auch mitspielt? 

Interessiert? Hier Lesestoff in Kurzform:

https://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/mazdaznan.pdf

https://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/zarathustra.pdf


Johannes Itten (1888-1967). 
Akt mit Blau, 1918. Kunstmuseum Bern.


Johannes Itten (1888-1967). Begegnung, 1916. 
Kunsthaus Zürich. Ausstellung Bern 2019.



Donnerstag, 3. Oktober 2019

Auktion bei Christie's – wie läuft das ab?

Das wollte ich schon immer mal wissen. Und nun war die Gelegenheit günstig: Ohne beschwerliche Reise nach New York oder nach London, denn kürzlich fand eine Christie's Auktion in Zürich statt, im Vortragssaal des Kunsthauses Zürich. «Swiss Art» war da zu ersteigern. Von Anker über Giacometti bis Vallotton – insgesamt 141 Lots (Werke) standen im Angebot.



Logisch, dass ich nicht nur zuschauen, sondern auch mitbieten wollte. Dazu musste ich mich registrieren, mit Pass und allem Drum und Dran, und erhielt dann mein «Paddle» mit der Bieternummer 27. Ein kleines Anker-Aquarell schien mir erschwinglich... 

Weiterlesen: https://www.artfritz.ch/christies_auktion.html



Das teuerste Stück ging für 880'000 Franken an einen neuen Besitzer, ein Werk von Alberto Giacometti (1901-1966): Lampe coupe aux deux figures, 1950.  Und ein Gemälde von Cuno Amiet für 420'000 Franken. 



Der Akt von Félix Vallotton (1865-1925), «Femme couchée sur un canapé rouge, 1923, war vergleichsweise günstig: 85'000 Franken.  

Ach ja: Die Auktionatorin war eine echte Gräfin: Christiane Gräfin Rantzau. Sie brachte an jenem Abend Kunst für knapp sieben Millionen Franken unter die Leute.

Donnerstag, 19. September 2019

William Kentridges Nonsense-Maschinen.

In der Gegenwartskunst tauchen immer die gleichen zwei Fragen auf: 
«Was soll das?» und «Ist das noch Kunst?». Wer sich solche Fragen auch stellt, 
erhält an der Ausstellung WILLIAM KENTRIDGE – A POEM IS NOT OUR OWN  
hoch interessante Antworten (läuft noch bis 13. Oktober im Kunstmuseum Basel).
















Mehr: https://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/kentridge_ausstellung_KM_Basel2019.html


William Kentridge ist Südafrikaner. Als er 1955 in Johannesburg zur Welt kommt, ist gerade die Zwangsumsiedlung der unerwünschten Schwarzen von Sophiatown in die neuen Townships im Gange. Grauenhafte Bilder von Gewalt und Elend. In dieser Atmosphäre wächst Kentridge auf. Seine Eltern kämpfen zwar als Rechtsanwälte für die Rechte der Schwarzen – aber das Ergebnis ist bekannt: Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten ohne Ende. Bis heute verarbeitet der Künstler in seinem Werk die bedrückenden Themen Kolonialismus, Vertreibung und Migration.

Seine Hauptwerke sind Animationsfilme wie das Meisterwerk 
«More Sweetly Play the Dance».



Link zu Youtube:  https://www.youtube.com/watch?v=pA7uob5PIPw 

Kentridges künstlerische Vielfalt scheint keine Grenzen zu kennen. Von Zeichnungen über Skulpturen bis zu Blödeleien und Theaterstücken, alles dabei. Und dann seine Nonsense-Maschinen, von denen er einige gerne selbst als «sinnfrei» bezeichnet. 



Bemerkenswert ist vor allem Kentridges 
PHILOSOPHIE ÜBER DIE GEGENWARTSKUNST: 
«Hier gibt es Dinge, die man nicht versteht. Von diesen sollte man lernen, 
statt die Welt über Dinge zu belehren, die man verstanden hat».

Kein schlechter Zugang für alle, die versuchen, die Gegenwartskunst zu begreifen. Zu dieser Gruppe gehöre ich auch.

Freitag, 30. August 2019

Das Paradies ist (noch) nicht verloren.

Zwar heisst die zur Zeit laufende Ausstellung im KURORT WEIERTAL «Paradise, lost», aber der Hof Weiertal mit seinen satten Wiesen, den Obstbäumen, Bächen und Weihern ist ein kleines Paradies. Ein Ausflug zur dort stattfindenden BIENNALE 2019 lohnt sich schon deshalb. Mehr gibt es hier: 

https://www.artfritz.ch/MUSEEN/weiertal_kulturort.html


Hof Weiertal, Kulturort.

Fünfundzwanzig Künstlerinnen und Künstler aus dem Umkreis von Winterthur zeigen 
bis 8. September 2019 ihre Ideen zum Thema des «verlorenen Paradieses». 


Christoph T. Hunziker, Sleeping Sculpture. Beton, 2019.

Einige sind auf den ersten Blick verständlich, bei anderen ist Denksport angesagt 
(wie das bei der Gegenwartskunst meist der Fall ist). Was geht einem bei den Kunstwerken durch den Kopf? Und was will der Künstler aussagen? Aufschluss gibt 
ein ausführlicher Ausstellungsführer, in dem auch die Künstlerinnen und Künstler vorgestellt werden (15 Franken).


Beni Bischof, The End Is Near, Acryl auf Holz, 2019.

Die Ausstellung läuft noch bis Sonntag, 8. September 2019,
es bleiben also noch zwei volle Wochenenden. Empfehlenswert!


Olaf Breuning, Floating maniacs. PVR, Neopren, 2019.



Sonntag, 18. August 2019

Helen Dahm – Leben für die Kunst.

Die Thurgauerin Helen Dahm (1878-1968) ist die allererste Frau, der die Stadt Zürich den Kunstpreis verleiht. Klingt nach Erfolgsgeschichte – ist es aber nicht. Denn Helen Dahm ergeht es wie vielen Künstlerinnen ihrer Zeit: Als Frau muss sie bös unten durch, wird ein Leben lang als Künstlerin kaum wahrgenommen und schon gar nicht anerkannt. Erst im hohen Alter erfährt sie Genugtuung mit diesem Kunstpreis, den man ihr 1954 verleiht – da ist sie schon 76 Jahre alt.

Helen Dahm (1878-1968). Föhntag in Oetwil im Frühling, 1930. Privatbesitz.


Geboren wird sie 1878 in Engelshofen, einem Ortsteil des heutigen Kreuzlingen. Die Schule besucht sie in Konstanz, Zeichenunterricht erhält sie bei einem Landschaftsmaler. Ab 1897 besucht sie Kurse an der Kunstgewerbeschule in Zürich.


Helen Dahm (1878-1968). Halbakt mit Magnolie, ohne Datum. Kunstsammlung Stadt Zürich.


1906 zieht sie nach München und bildet sich in der Kunst des Holz- und Linoldrucks weiter. In der bayrischen Metropole kommt sie auch mit den Gründern des «Blauen Reiters» in Kontakt (Franz Marc, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter). Dort findet sie zum Expressionismus. 


Helen Dahm (1878-1968). Maria Magdalena in der Grossstadt, ohne Datum. Kunstsammlung Stadt Zürich.


Zeitlebens ist sie auf der Suche nach einem eigenen Stil, reist zur Meditation nach Indien und malt danach auch biblische Szenen. Im hohen Alter – sie wird 90 Jahre alt – wendet sie sich auch noch der Abstraktion zu.

Mehr:
https://www.artfritz.ch/kuenstler/dahm.html

Ausstellung «Helen Dahm – Ein Kuss der 
ganzen Welt». Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen. 
Bis 25. August 2019.


Samstag, 3. August 2019

Ein eigenes Stück Turner besitzen!

Was für eine schöne Vorstellung: Du schaust dir im Museum ein Werk des grossen englischen Romantikers William Turner (1775-1851) an und weisst: ein bisschen gehört das Bild  auch mir!

Wie soll das gehen? Ganz einfach: Man beteiligt sich am Kauf eines Werkes, das das KUNSTMUSEUM LUZERN erwerben will und auf der Suche nach Sponsoren ist. Es handelt sich um ein Aquarell mit Rigi und Vierwaldstättersee und soll einen sechsstelligen Betrag kosten. Wenn ich nun einen (wohl eher dreistelligen) Betrag einzahle und das viele andere auch tun, dann kommt der Kauf zustande. Und eines Tages werde ich vor dem Turner stehen und wissen: Ein bisschen gehört der auch mir! Wer das auch möchte, hier die Kontaktadresse: turner@kunstmuseumluzern.ch


William Turner (1775-1851). Rigi, Vierwaldstättersee, Sonnenuntergang, 1842-43. Zum Verkauf.


William Turner (1775-1851). Luzern mit Pilatus, 1841-44. Tate London.


Was ein richtiger Turner-Fan ist, darf die Ausstellung im Kunstmuseum Luzern TURNER, DAS MEER UND DIE ALPEN auf keinen Fall verpassen. Es ist eine wohl einmalige Gelegenheit, den grossen Engländer in der Schweiz zu erfahren – sonst sieht man ihn nur in London in dieser Fülle. Die Show umfasst mehr als 100 Werke, darunter 30 Aquarelle mit Abbildungen der Zentralschweiz. Aber auch Werke von anderen Schweizer Städten und dazu mehrere HIGHLIGHTS von Turners Lieblingsthema Meer und Schiffe. So zum Beispiel sein erstes ausgestelltes Ölgemälde aus dem Jahre 1796 («Fishermen at Sea») oder die berühmte Seebestattung. Die Ausstellung läuft noch bis 13. Oktober 2019.

Mehr über die Ausstellung gibts hier zu lesen: 

https://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/turner_kunstmuseum_Luzern_2019.html



William Turner (1775-1851). Fishermann at Sea, exhibited 1796. Tate London.



William Turner (1775-1851). Peace – Burial at Sea, exhibited 1842. Tate London.



William Turner (1775-1851). Die blaue Rigi, Sonnenaufgang, 1842. Tate London.


Sonntag, 21. Juli 2019

Grosse Kunst in Dresden

Woran denkt man beim Stichwort Dresden zuerst? An die Semperoper, klar. Die kennt jeder. Aber da gibt es mehr. Viel mehr. Hier ein Überblick:

https://www.artfritz.ch/museen_dresden_ueberblick.html



Wer sind eigentlich diese zwei Engel, die es millionenfach auf Schokoladedosen und Postkarten zu sehen gibt? Von wem stammen sie, und wie kamen die nach Dresden...? 

RAFFAEL (1483-1520) malte das Bild 1513 für die Klosterkirche San Sisto in Piacenza – auf Bestellung von Papst Julius II. Mehr als 200 Jahre lang gehörte es den Benediktinern und Kirchgängern des heiligen Sixtus. Bis Sachsens Kürfürst Friedrich August II – ein leidenschaftlicher Kunstsammler – einen Hinweis bekam, dass die Mönche von San Sisto dringend Geld zur Restaurierung ihrer Kirche brauchten. Sie wären deshalb bereit, ihre Raffael-Madonna zu verkaufen. Zwei Jahre lang feilschte der sächsische Kunstfan mit den Mönchen. 1754 bekam er das Bild, für die gewaltige Summe von 25'000 Scudi. Seit 1774 kann man es als Top-Highlight in Dresden bewundern – und das Kloster San Sisto muss sich mit einer Kopie begnügen.


Raffael (1483-1520). Sixtinische Madonna, 1513-14. 
Gemäldegalerie Dresden.

Wer sich mehr für MODERNE KUNST interessiert, 
auf den/die wartet in Dresden das ALBERTINUM. 

https://www.artfritz.ch/MUSEEN/dresden_albertinum.html

Da gibt es eine grossartige Skulpturensammlung und die Gemäldegalerie Neue Meister. Und auch hier ein Werk, das man eher nicht in Dresden erwarten würde:

«La petite danseuse de quatorze ans» von EDGAR DEGAS (1834-1917). Seine berühmteste Skulptur. Das Original ist eine bemalte Wachsfigur mit echten Haaren und einem Ballettkleid aus Tüll. Das Pariser Publikum bekam sie nur einmal zu sehen: 1881 auf der Ausstellung der Impressionisten. Bei den Kritikern gab es Verrisse, die Presse schimpfte «Skandal» und der Künstler zeigte sie bis zu seinem Tod nicht mehr. Erst in seinem Nachlass kam sie wieder zum Vorschein. Von 1921 bis 1931 wurden dann davon 29 Bronzeabgüsse erstellt. Einer davon strahlt in Dresden.


Edgar Degas (1834-1917). Vierzehnjährige Tänzerin, 1875-80. 
Bronze, Tüll. Albertinum Dresden.

Samstag, 6. Juli 2019

Vorfreude auf die Merzbacher-Sammlung!

Zur Eröffnung des Erweiterungsbaues des Kunsthauses Zürich – etwa Sommer 2021 – sollen fünfundsechzig Werke aus der Merzbacher Sammlung präsentiert werden. Diese werden dem Kunsthaus für zwanzig Jahre ausgeliehen.


Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938). Einradfahrer, 1911. 
Merzbacher Stiftung.


Welche Werke das sind, ist einem Mann bereits bekannt: Kunsthaus-Direktor Christoph Becker. Der Vertrag mit Werner Merzbacher sei bereits unterschrieben, erklärte er am 2. Juli 2019 anlässlich eines Gesprächs mit dem Sammler im Vortragssaal des Kunsthauses Zürich. Man darf gespannt sein, welche Werke das sein werden.


Wassily Kandinsky (1866-1944). Lanzenreiter in Landschaft, 1908. 
Merzbacher Kunststiftung.

Als Einstimmung auf die Merzbacher Sammlung hier eine Vorstellung des Sammlers.
Und eine Rückblende auf die Ausstellung «Fest der Farbe» im Kunsthaus Zürich von 2006.

Mehr: https://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/ZH_KH_merzbacher_2006.html

 
Werner Merzbacher mit Tochter Karin.



Amedeo Modigliani (1884-1920). Jeanne Hébuterne, sitzend, 1918. 
Merzbacher Kunststiftung.

Samstag, 15. Juni 2019

«Miriam Cahn – ich als Mensch».

Ausstellung im Kunstmuseum Bern vom 2.2. bis 16.6.19.

Für Kinder nicht geeignet, liest man. Und nach dem Besuch der Ausstellung möchte man ergänzen: Für empfindliche Gemüter auch nicht. Miriam Cahn ist eine trotzige Frau, und das drückt sie mit ihren Werken aus. Augenschmaus ist ihre Sache nicht.



Dem Alter – sie wird dieses Jahr 70 – blickt sie trotzig ins Auge. 
Sie hasst das Altwerden genau so wie andere Menschen, sie verarbeitet es nur anders. Auf ihre eigene Weise: sie macht sich darüber lustig. Malt sich selbst als alte Frau. Nennt ihre Werke «abbau» und «altekriegerinich». Oder «altich». Diesem verpasst sie eine geballte Faust. Einem anderen malt sie mit dem Rotstift eine grimmig lachende Maske ins Gesicht. Es bleibt eine Maske. Die wahre Botschaft ist der schlaffe Körper.



Der Sex-Raum.
So nennt Miriam Cahn einen Saal in der Berner Ausstellung, der von deftigem Sex nur so strotzt. Frauen mit aufdringlich aufgemotzten Brüsten und Vulven, Männer mit prominent erigierten Penissen. Ein Bild mit einem geil aufgeladenen Paar heisst «schön», ist es aber nicht. 



Das auffälligste Werk in diesem Raum ist die dem berühmten Gemälde «Origine du monde» von Gustave Courbet nach empfundene Nackte. Die kam 1866 so naturalistisch daher, dass sie noch lange nach ihrer Erschaffung für Aufruhr sorgte.

Hinweis: Die Bilder aus dem Sex-Raum sind leider nicht Facebook- oder Blog-tauglich. Wer sie sehen möchte, findet sie hier:

https://www.artfritz.ch/kuenstler/cahn.html




Samstag, 18. Mai 2019

Märchenstunde und Kunst

Kunst bildet. Aber nur berühmte Werke berühmter Künstler anzuschauen, genügt allein nicht. Immer stellt sich auch die Frage nach den Hintergründen. Was genau haben die grossen Bildhauer MICHELANGELO oder ANTONIO CANOVA verarbeitet? Die Antworten kommen aus der griechischen Mythologie oder aus dem Alten Testament. 

Zwei schöne Märchen aus der griechischen Mythologie, die vom italienischen Bildhauer ANTONIO CANOVA (1757-1822) verewigt wurden: AMOR UND PSYCHE. Wie die Königstochter am Ende ihrer Liebesaffäre mit Amor zur Unsterblichen wurde.
Mehr: http://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/amor_und_psyche.pdf

 
Antonio Canova (1757-1822). Eros küsst Psyche, 1793. Musée du Louvre, Paris.

Oder die Geschichte von HERKULES UND LICHAS. 
Warum schleuderte er seinen Diener ins Euböische Meer?
http://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/herkules_und_%20lichas.pdf


Antonio Canova (1757-1822). Herkules und Lichas, 1895-1815. Galleria d'Arte Moderna, Roma.


Die Geschichte von DAVID UND GOLIATH kennt jedes Kind. Und MICHELANGELOS DAVID ist vielleicht die berühmteste Skulptur der Welt. Aber wer weiss, dass unser Held David nach dem Sieg über Goliath eine grosse militärische Karriere machte und es bis zum König von Israel geschafft hat? Und dass er auch seine dunklen Seiten hatte? Tatsächlich schreckte er vor Mord nicht zurück, um an die schöne Bathseba ranzukommen...
http://www.artfritz.ch/webfotos/PDF/david_als_koenig.pdf


Michelangelo (1475-1564). David, 1501-1504. Galleria dell'Academia, Firenze.

Viel Lesespass! http://www.artfritz.ch

Sonntag, 28. April 2019

Picasso: Blaue Periode oder Kubismus?

In Basel laufen zurzeit zwei Ausstellungen, die man schlicht und einfach nicht verpassen darf. 

Die eine zeigt PICASSOS BLAUE UND ROSA PERIODE (Fondation Beyeler, Riehen-Basel, bis 26.5.19); die andere die Geschichte des KUBISMUS (Kunstmuseum Basel, bis 4.8.19). Hoch spannend, beide. Beyeler präsentiert Werke, die man vermutlich erst in Jahrzehnten wieder in der Schweiz im Original zu sehen bekommen wird. 

Und im Kunstmuseum Basel erhält man einen brillanten Überblick über die Entwicklung des KUBISMUS: Mit grossartigen Werken nicht nur von Picasso und Braque, sondern auch weniger geläufiger Künstler wie Metzinger, Fauconnier, Gleizes und Léger – die alle den Kubismus mit geprägt haben. Wie gesagt: Auf keinen Fall verpassen!

Hier die Zusammenfassungen:

http://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/riehen_beyeler_picasso2019.html


Pablo Picasso (1881-1973). La Vie, 1903. 
The Cleveland Museum of Art.



Pablo Picasso (1881-1973). 
Nu sur fond rouge (Jeune femme nue à la chevelure), 1906. 
Musée de l'Orangerie, Paris. Sammlung Guillaume.



http://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/basel_kunstmuseum_kubismus_2019.html


Henri le Fauconnier (1881-1946). L'Abondance, 1910-11. 
Gemeentemuseum, Den Haag. 


Albert Gleizes (1881-1953). Les Joueurs de football, 1912-13. 
National Gallery of Art, Washington. 

Sonntag, 7. April 2019

Interessantes aus Rom

Michelangelos Pietà und Raffaels Stanzen kennt jeder, die Sixtinische Kapelle auch. Aber es gibt noch mehr. Viel mehr. Hier der Link zu den besten Museen Roms:

http://www.artfritz.ch/museen_rom_ueberblick.html


Melozzo da Forlì (1438-1494). Angeli musicanti. Pinacoteca Vaticana.

Rom ist nicht nur Kunst, sondern auch Geschichte. Da finden sich Nischen-Museen, die Spannendes ans Licht bringen. Hier drei Tipps:

Wer weiss, dass Napoleon einen Sohn hatte? Und dass dieser «König von Rom» wurde? 


Marie-Louise von Österreich, die Mutter von François-Joseph-Charles Bonaparte,
König von Rom. Von François Gérard (1770-1837), 1813. Versailles Palast.

Mehr:
http://www.artfritz.ch/MUSEEN/rom_museo_napoleonico.html


Wie hat Goethe Rom erlebt, als er 1786-88 auf seiner berühmten 
Italienischen Reise hier war? 


Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829). 
Goethe in der Campagna, 1787. Städel Museum Frankfurt.

Mehr: http://www.artfritz.ch/MUSEEN/rom_casa-di-goethe.html


Spannend ist auch die Geschichte einiger Päpste, deren alte Gemächer öffentlich zugänglich sind. Zum Beispiel jene des berühmt-berüchtigten Alexander VI aus der Familie der Borgia. Seine Tochter hiess Lucrezia. Und vom Keuschheitsgelübde hielt er gar nichts. In seinen geschichtsträchtigen Gemächern gibt es auch Kunst. Alte und neue. Mehr:

http://www.artfritz.ch/MUSEEN/rom_borgia_gemaecher.html